Der britisch-kanadische Journalist und Autor Doug Saunders setzte 2010 mit seinem Buch »Arrival City: How the Largest Migration in History is Reshaping Our World.« den prägnanten Begriff der »Arrival City« (Ankunftsstadt) in die Welt. Er beschreibt Städte und Stadtviertel, in denen Zuwanderung besonders sichtbar wird.
Auch Fürth ist eine Arrival City, ja eigentlich sogar schon immer eine gewesen: Seit dem 16. Jahrhundert war Fürth ein bedeutender Ort jüdischen Lebens, ab den 1960er Jahren hielten »Gastarbeiter« die boomende Industrie im wirtschaftswunderlichen Nachkriegs-(West-)Deutschland am Laufen (und holten später ihre Familien nach). Und auch in der jüngeren Vergangenheit bis in die Gegenwart landeten und landen viele aus Krisengebieten geflohene Neuankömmlinge letztendlich in unserer Kleeblattstadt, wo sie ihr Glück, zumindest aber ihren Frieden zu finden hoff(t)en...
Der Hochschullehrer, Geograph und Sachbuchautor Stefan Applis hat in Zusammenarbeit mit dem Fürther Fotografen Chris Frenz darüber ein Buch geschrieben, welches wir ob seiner lokalen Relevanz und überregionalen Bedeutung mit einem sehr ausführlichen Artikel in unserer Online-Enzyklopädie gewürdigt haben:
„Arrival City“ – Geschichten vom Ankommen und Bleiben in Deutschland









