Stadt­wi­ki-Ta­ge 2023 – Von FÜ nach WÜ in fünf Jah­ren

Alte Bekannte und neue Gesichter: Tagungsgäste der Stadtwikitage 2023 (Foto: Ralph Stenzel)

Al­te Be­kann­te und neue Ge­sich­ter: Ta­gungs­gä­ste der Stadt­wi­ki­ta­ge 2023

Nach­dem wir Für­ther sei­ner­zeit bei uns da­heim die Stadt­wi­ki-Ta­ge 2018 aus­ge­rich­tet hat­ten, ging der Staf­fel­stab für die­se im Zwei-Jah­res-Rhyth­mus statt­fin­den­de Kon­fe­renz wei­ter an die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen vom Würz­burg-Wi­ki. Lei­der mach­te dann die CO­VID-19-Pan­de­mie die Pla­nun­gen für 2020 und zwei Fol­ge­jah­re ob­so­let, so dass die Ver­an­stal­tung erst an die­sem Mai-Wo­chen­en­de mit drei Jah­ren Ver­spä­tung und gut 20 Teil­neh­men­den als Stadt­wi­ki-Ta­ge 2023 über die Büh­ne ge­hen konn­te.

Die von den Würz­bur­gern aus­ge­ar­bei­te­te Agen­da war über­aus at­trak­tiv und wur­de von den Kon­gress­gä­sten aus Deutsch­land und dem deutsch­spra­chi­gen Aus­land sehr gut an­ge­nom­men. Flan­kiert von ei­nen Ken­nen­lern-Abend am Frei­tag und ei­ner Alt­stadt- und Re­si­denz-Füh­rung am Sonn­tag fand das um­fang­rei­che Haupt­pro­gramm aus Vor­trä­gen, Prä­sen­ta­tio­nen und Dis­kus­sio­nen am Sams­tag statt. Das The­men­spek­trum reich­te von ju­ri­sti­schen Fra­gen (z.B. mög­li­che Ver­let­zun­gen von Per­sön­lich­keits­rech­ten) über soft­ware­tech­ni­sche Be­son­der­hei­ten bis zum Aus­tausch über ge­mein­sa­me Her­aus­for­de­run­gen wie die Ak­ti­ven-Re­kru­tie­rung und ‑bin­dung.

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Stu­den­ten­fut­ter

Spendenübergabe im FürthWiki-Laden: Karin Jungkunz, Lothar Berthold, Kamran Salimi und Anja Wiegel (v.l.n.r., Foto: Hans-Joachim Winckler)

Spen­den­über­ga­be im Für­thWi­ki-La­den: Ka­rin Jung­kunz, Lo­thar Bert­hold, Kam­ran Sa­li­mi und An­ja Wie­gel (v.l.n.r.)

Mit gro­ßer Freu­de hie­ßen wir am vor­gest­ri­gen Frei­tag un­se­re Stadt­hei­mat­pfle­ge, ver­tre­ten durch Ka­rin Jung­kunz und Lo­thar Bert­hold, bei uns in un­se­rem Haupt­quar­tier will­kom­men. Aus den Ein­nah­men ih­res letz­ten Ka­len­der­ver­kau­fes woll­ten die bei­den groß­zü­gi­ger­wei­se 1000 EUR an uns wei­ter­ge­ben, um da­mit zweck­ge­bun­den künf­ti­ge Sti­pen­di­en für Ma­ster­ar­bei­ten zu för­dern. Aus un­se­rem For­schungs­kol­le­gi­um wa­ren An­ja Wie­gel und Kam­ran Sa­li­mi an­we­send, um die Spen­de ent­ge­gen­zu­neh­men und das fa­cet­ten­rei­che For­schungs­pro­jekt nä­her zu er­läu­tern.

Das kürz­lich neu ins Le­ben ge­ru­fe­ne und aus­ge­lob­te Für­thWi­ki-Sti­pen­di­um, der­zeit do­tiert mit 200 400 EUR [1] pro Stipendiat*in, rich­tet sich an Ma­ster­stu­die­ren­de, die ein The­ma mit Fürth-Be­zug wäh­len und vom rei­chen Er­fah­rungs­schatz der Für­thWi­ki-Ak­ti­ven pro­fi­tie­ren wol­len. Es win­ken nicht nur die fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung, son­dern span­nen­de The­men­vor­schlä­ge und un­be­zahl­ba­re Ex­tras wie Kon­takt­ver­mitt­lung zu lo­ka­len Ak­teu­ren und der ein oder an­de­re pro­fun­de Tipp zu Li­te­ra­tur und Quel­len­re­cher­che. Für die Stu­die­ren­den ent­steht kei­ner­lei Mehr­auf­wand, es bie­tet sich viel­mehr die Chan­ce, die vor­han­de­ne Ex­per­ti­se in­ten­siv zu nut­zen. Der fer­ti­gen Ar­beit wird dann letzt­end­lich auf Für­thWi­ki ei­ne Pu­bli­ka­ti­ons-Platt­form mit gro­ßer Reich­wei­te ge­bo­ten, so­dass den Stu­die­ren­den die ge­büh­ren­de An­er­ken­nung zu­kommt und das »freie Wis­sen« mit neu­en, qua­li­fi­zier­ten For­schungs­er­geb­nis­sen »ge­füt­tert« wird.

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Ein deut­scher Le­bens­lauf

Einfahrt KZ Auschwitz (Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0)

Ein­fahrt KZ Ausch­witz (Bun­des­ar­chiv, B 285 Bild-04413 / Sta­nis­law Mu­cha / CC-BY-SA 3.0)

For­schen­de vom Für­thWi­ki ha­ben mass­geb­lich da­zu bei­getra­gen, dass die Bio­gra­fie des Fo­to­gra­fen »Ki­no Wal­ter« ali­as Bern­hard Wal­ter in der Li­te­ra­tur nicht mehr – wie noch vor ei­ni­gen Jah­ren – in 1945 en­det, son­dern bis zu sei­nem Tod in Fürth im Jah­re 1979 wei­ter­ge­schrie­ben wor­den ist. Dar­auf be­zie­hen sich so­wohl die wis­sen­schaft­li­chen Ver­öf­fent­li­chun­gen der letz­ten Jah­re wie auch der Re­fe­rie­ren­de des nach­fol­gend an­ge­kün­dig­ten Vor­tra­ges.

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Ser­ver-Up­date ab­ge­schlos­sen

Hard- und Software im Verbund: Auch virtuelle Projekte haben einen realen Unterbau (Foto: Ralph Stenzel)

Hard- und Soft­ware im Ver­bund: Auch vir­tu­el­le Pro­jek­te ha­ben ei­nen rea­len Un­ter­bau

Ser­ver-Up­dates sind un­be­liebt, weil sie nur ge­nau dann gut funk­tio­niert ha­ben, wenn die Benutzer*innen da­von nichts mit­be­kom­men ha­ben. Der Teu­fel steckt aber im De­tail, und trotz akri­bi­scher Vor­be­rei­tun­gen kann doch im­mer mal et­was schief­ge­hen. In den letz­ten drei Jah­ren sind die mei­sten Up­dates frei­lich rei­bungs­los im Hin­ter­grund durch­ge­lau­fen, oh­ne dass un­se­re Besucher*innen all­zu­viel da­von be­merkt hät­ten...

Nun stand aber ein grö­ße­res Up­date an, in wel­chem un­ser Ser­ver-Be­triebs­sy­stem von Ubun­tu 20 auf die Ver­si­on 22 hoch­ge­rü­stet wer­den muss­te, um für die näch­sten Jah­re wie­der ak­tu­ell und zu­kunfts­si­cher zu sein. Die­ses Up­date führ­te am heu­ti­gen 28. April 2023 Uhr da­zu, daß un­ser all­seits be­lieb­tes Für­thWi­ki von et­wa 12:00 bis 15:30 Uhr nicht ver­füg­bar war.

Ur­sa­che für die­se Pan­ne wa­ren Ver­si­ons-In­kom­pa­ti­bi­li­tä­ten, die sich durch das Up­date von PHP 7.4 auf die Ver­si­on 8.1 er­ga­ben. Es stell­te sich nach län­ge­rer Feh­ler­su­che und Re­cher­che her­aus, daß un­se­re Me­dia­Wi­ki-Soft­ware nur mit PHP 8.0 kom­pa­ti­bel ist. Da­her muß­te zu­sätz­lich die­se et­was äl­te­re Ver­si­on nach­in­stal­liert wer­den, da­mit al­les wie­der wie ge­wohnt läuft. Und das tut es jetzt wie­der...

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Count­down zum sau­be­ren Start in den Früh­ling

VIER Mann, DREI Stun­den, ZWEI Staub­sauger, EINE Mis­si­on: NULL Par­don dem Schmutz! Nach vor­ge­schal­te­ter On­line-Ter­min­fin­dung tra­fen sich heu­te vier Team­mit­glie­der zum ge­mein­sa­men Früh­jahrs­putz im Für­thWi­ki-La­den, um un­ser schmuckes »Haupt­quar­tier« nach mitt­ler­wei­le gut zwei­ein­halb Jah­ren der Nut­zung wie­der zum Glän­zen zu brin­gen.

Dank kon­ti­nu­ier­li­cher Pfle­ge – kurz durch­ge­saugt und punk­tu­ell ge­wischt wird ja im­mer wie­der mal – war un­se­re re­prä­sen­ta­ti­ve Nie­der­las­sung in der Gu­stav­stra­ße zwar durch­aus noch vor­zeig­bar, aber der trü­be Be­lag auf den Fen­stern, die Spinn­we­ben in den Raum­ecken, die Krü­mel hier und da lie­ßen ei­ne gro­ße Grund­rei­ni­gung als ge­bo­ten er­schei­nen.

Nach dem Mot­to: »Vie­le Hän­de, schnel­les En­de« konn­te der gründ­li­che Früh­jahrs­putz nicht nur im ge­plan­ten Zeit­fen­ster ab­ge­schlos­sen wer­den, es blieb dem Team so­gar noch Zeit für ei­ne ge­mein­sa­me Brot­zeit. Wir star­ten satt, sau­ber und zu­frie­den durch in ein pro­duk­ti­ves und span­nen­des Ver­an­stal­tungs­jahr!

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Frau­en­power

Artikel und Person: Die Gleichstellungsbeauftragte Hildegard Langfeld im FürthWiki und im Original (Foto: privat)

Ar­ti­kel und Per­son: Die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te Hil­de­gard Lang­feld im Für­thWi­ki und im Ori­gi­nal

Am letz­ten Mitt­woch fand das er­ste »Wo­men-Edit-Tref­fen« im Für­thWi­ki-La­den statt, von dem der Ver­fas­ser die­ser Zei­len nur vom Hö­ren­sa­gen be­rich­ten kann, hat­ten wir doch die Ver­an­stal­tung von vor­ne­her­ein be­wusst als män­ner­lo­ses Event kon­zi­piert!

Bri­git­te Stenz­horn und El­ke Hei­ne­mann vom Ver­ein »Un­ab­hän­gi­ge Frau­en Fürth« hat­ten in ih­ren Netz­wer­ken flei­ßig die Wer­be­trom­mel ge­rührt für die­sen Kick-off-Abend, den un­se­re Für­thWi­ki-Ku­ra­to­rin Ma­nue­la Helf­rich fach­kun­dig be­glei­te­te. Mit re­kord­ver­däch­ti­gen 17 Teil­neh­me­rin­nen war der Vor­trags­raum un­sers Haupt­quar­tiers bis an die Gren­ze sei­ner Ka­pa­zi­tät ge­füllt.

Der Fo­kus lag auf der Live-Prä­sen­ta­ti­on des Für­thWi­kis und der Ar­ti­kel­ar­beit, da die an­we­sen­den Da­men sich zwar sehr in­ter­es­siert zeig­ten, aber über­wie­gend noch über kei­ner­lei Pra­xis­er­fah­rung ver­füg­ten. Da traf es sich gut, dass mit der Für­ther Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten Hil­de­gard Lang­feld ein »le­ben­des Lem­ma« zu­ge­gen war: Bis zu je­nem Abend selbst noch auf der »ro­ten Li­ste« der Für­ther Wo­men in Red ste­hend, wur­de sie vor vor ver­sam­mel­tem Pu­bli­kum mit ei­nem ei­ge­nen Per­so­nen-Ar­ti­kel im Für­thWi­ki ver­ewigt.

Ernteten Applaus für einen gelungenen Abend: Manuela Helfrich, Brigitte Stenzhorn, Hildegard Langfeld und Elke Heinemann (Foto: privat)

Ern­te­ten Ap­plaus für ei­nen ge­lun­ge­nen Abend: Ma­nue­la Helf­rich, Bri­git­te Stenz­horn, Hil­de­gard Lang­feld und El­ke Hei­ne­mann

Noch bis spät in die Nacht wur­de re­ge dis­ku­tiert und über­legt, wie man das Pro­jekt ver­ste­ti­gen kann und wie wir als För­der­ver­ein die Ak­ti­vi­tä­ten mit un­se­ren Res­sour­cen un­ter­stüt­zen kön­nen. Dem Ver­neh­men nach ver­lie­ßen die letz­ten Teil­neh­me­rin­nen erst lan­ge nach Mit­ter­nacht un­se­ren Com­mu­ni­ty Space in der Gu­stav­stra­ße...

Da­mit ist der Auf­takt ge­macht für ei­ne ei­ge­ne Ver­an­stal­tungs­rei­he: An je­dem er­sten Don­ners­tag im Mo­nat soll un­ter dem Ti­tel »Frau­en sicht­bar ma­chen« ge­zielt dar­an ge­ar­bei­tet wer­den, neue Frau­en-Bio­gra­phien ins Für­thWi­ki ein­zu­ar­bei­ten (und vor­han­de­ne ggf. zu ak­tua­li­sie­ren und zu er­wei­tern). Die ge­nau­en Ter­mi­ne und Zei­ten fin­den sich wie im­mer in un­se­rem Ver­an­stal­tungs­ka­len­der.

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Aka­de­mi­scher Aus­flug

Teils in vor Ort, teils online zugeschaltet: Masterstudent*innen bei der FürthWiki-Stipendienauslobung (Foto: Kamran Salimi)

Teils vor Ort, teils on­line zu­ge­schal­tet: Masterstudent*innen bei der Für­thWi­ki-Sti­pen­di­en­aus­lo­bung

Die­ser Ta­ge rei­ste un­se­re Ku­ra­to­rin An­ja Wie­gel zur Uni­ver­si­tät Bam­berg, um in der dor­ti­gen Ab­tei­lung Denk­mal­wis­sen­schaf­ten ei­ni­ge Master-Student*innen für ei­ne Ar­beit mit Fürth-Be­zug und ein ex­tra da­für aus­ge­lob­tes Für­thWi­ki-Sti­pen­di­um zu be­gei­stern. Als Ab­sol­ven­tin des Stu­di­en­gan­ges Denk­mal­pfle­ge / He­ri­ta­ge Con­ser­va­ti­on kehr­te sie für ein paar Stun­den an ih­re Al­ma Ma­ter zu­rück, um den Blick des aka­de­mi­schen Nach­wuch­ses auf die Denk­mal­stadt Fürth zu len­ken. Im Ge­päck hat­te sie er­stens ei­ne Prä­sen­ta­ti­on mit vie­len von un­se­rer Sei­te vor­ge­schla­ge­nen The­men-An­ge­bo­ten so­wie zwei­tens die drei ihr as­si­stie­ren­den Vor­stands­mit­glie­der Mark Mu­zen­hardt, Kam­ran Sa­li­mi und Ralph Sten­zel.

Die Idee ist, an­ge­hen­de Wissenschaftler*innen im Be­reich der di­gi­ta­len Denk­mal­tech­no­lo­gien ein Für­ther Ob­jekt (Ein­zel­ge­bäu­de oder Bau­ensem­ble) mit mo­dern­sten Me­tho­den wis­sen­schaft­lich ana­ly­sie­ren und auf­ar­bei­ten zu las­sen. Wir als Ver­ein un­ter­stüt­zen die Ar­beit auf viel­fäl­ti­ge Wei­se (z.B. durch das Ver­mit­teln von per­sön­li­chen Kon­tak­ten und dem Be­reit­stel­len des Für­thWi­ki-La­dens als Ar­beits­platz), da­für wer­den die For­schungs­er­geb­nis­se dann spä­ter auch un­ter frei­er Li­zenz im Für­thWi­ki pu­bli­ziert. Ins­be­son­de­re sol­len vir­tu­el­le 3D-Mo­del­le und an­de­re bild­li­che Auf­be­rei­tun­gen denk­mal­tech­ni­scher Un­ter­su­chun­gen in die ein­schlä­gi­gen Ar­ti­kel ein­ge­bun­den wer­den, was so­gar un­se­re tech­nisch ver­sier­ten Ad­mins vor ei­ni­ge Her­aus­for­de­run­gen stel­len dürf­te.

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Wo­men in Red – grün soll’n sie wer­den!

Frauen sichtbarer machen: Das Logo der Kampagne »Women in Red« (Grafik: Wikimedia Commons)

Frau­en sicht­ba­rer ma­chen: Das Lo­go der Kam­pa­gne »Wo­men in Red«

In Le­xi­ka und En­zy­klo­pä­dien sind Frau­en seit je­her un­ter­re­prä­sen­tiert, das war schon im ge­druck­ten Brock­haus so und ist in der vir­tu­el­len Wi­ki­pe­dia bis heu­te nicht an­ders. Um die­se Aus­prä­gung des »Gen­der-Gaps« zu adres­sie­ren, ist im Welt­le­xi­kon die Ak­ti­on »Wo­men in Red« ins Le­ben ge­ru­fen wor­den: Im Rah­men die­ses kol­la­bo­ra­ti­ven Schreib­pro­jek­tes sol­len ge­zielt Frau­en mit ei­ge­nen Ar­ti­keln ge­wür­digt wer­den, über die es bis­her noch kei­ne gibt. Wi­ki-Links auf nicht exi­sten­te Lem­ma­ta er­schei­nen in rot und wer­den erst nach An­le­gen der ent­spre­chen­den Sei­te blau, da­her der grif­fi­ge Na­me der Kam­pa­gne.

Im Für­thWi­ki ist es »das Glei­che in Grün«: Auch wenn der Gen­der-Gap in un­se­rem Lo­kal-Le­xi­kon deut­lich klei­ner aus­fällt als bei der »gro­ßen Schwe­ster«, so gibt es frag­los noch vie­le weib­li­che Bio­gra­fien, die ih­rer An­er­ken­nung in Form ei­ge­ner Ar­ti­kel har­ren. Um die­sen Hand­lungs­be­darf zu vi­sua­li­sie­ren und un­se­ren Au­torin­nen und Au­toren ein­schlä­gi­ge Vor­schlä­ge zur The­men­wahl zu un­ter­brei­ten, gibt es seit ge­stern bei uns auch ei­ne Sei­te zu den »Wo­men in Red«. Wa­ren in de­ren Erst­fas­sung zu­nächst vier Frau­en ge­nannt, so ste­hen kei­ne 24 Stun­den spä­ter schon 42 Na­men auf der »ro­ten Li­ste«!

In Zu­sam­men­ar­beit mit dem Ver­ein »Un­ab­hän­gi­ge Frau­en Fürth« pla­nen wir ein re­gel­mä­ßi­ges Ver­an­stal­tungs­for­mat, in dem ein­mal mo­nat­lich im Für­thWi­ki-La­den in ge­mein­sa­mer Run­de an Ar­ti­keln über Für­ther Frau­en ge­ar­bei­tet wer­den soll. Des­sen un­ge­ach­tet kön­nen, dür­fen und sol­len na­tür­lich jetzt schon al­le die Li­ste als In­spi­ra­ti­ons­quel­le nut­zen und neue Ar­ti­kel zu noch nicht be­schrie­be­nen Da­men ver­fas­sen!

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Über­set­zungs­hil­fe

Einst allgemeine Verkehrsschrift, heute längst außer Gebrauch: Die deutsche Kurrentschrift (Illustration: Anja Wiegel)

Einst all­ge­mei­ne Ver­kehrs­schrift, heu­te längst au­ßer Ge­brauch: Die deut­sche Kurr­ent­schrift

Je äl­ter schrift­li­che Quel­len sind, de­sto schwie­ri­ger ge­stal­tet sich un­ter Um­stän­den ih­re Aus­wer­tung: Wäh­rend die mei­sten un­se­rer Au­torin­nen und Au­toren mit der Frak­tur­schrift noch ei­ni­ger­ma­ßen zu­recht­kom­men, sind die Süt­ter­lin­schrift und die deut­sche Kurr­ent­schrift heut­zu­ta­ge nur noch we­ni­gen Ein­ge­weih­ten zu­gäng­lich.

Lei­der führt die­se »Un­le­ser­lich­keit« nicht sel­ten zur Ver­nich­tung in­ter­es­san­ter Zeit­zeug­nis­se und Do­ku­men­te, weil bei­spiels­wei­se Hin­ter­blie­be­ne mit in Süt­ter­lin ver­faß­ten Schrift­stücken aus Ur­omas Se­kre­tär nichts an­zu­fan­gen wis­sen und sie des­halb kur­zer­hand ent­sor­gen...

Für viele mittlerweile fast so unlesbar wie ägyptische Hieroglyphen: Die Sütterlinschrift (Illustration: Anja Wiegel)

Für vie­le mitt­ler­wei­le fast so un­les­bar wie ägyp­ti­sche Hie­ro­gly­phen: Die Süt­ter­lin­schrift

Un­ser pen­sio­nier­ter Stan­des­be­am­ter und pas­sio­nier­ter Hob­by-Hi­sto­ri­ker Pe­ter Frank ist aus be­ruf­li­cher Not­wen­dig­keit wie pri­va­tem In­ter­es­se seit Jahr­zehn­ten firm in den al­ten deut­schen Schrif­ten und hat an­ge­bo­ten, als »Über­set­zer« zur Ver­fü­gung zu ste­hen und den Be­sit­zern sol­cher al­ten Do­ku­men­te bei de­ren Tran­skrip­ti­on zu hel­fen.

Da die ver­mu­te­te Nach­fra­ge für die­se Art von Hil­fe­stel­lung ei­nen ei­ge­nen re­gel­mä­ßi­gen Ter­min nicht wirk­lich recht­fer­tigt, bie­ten wir die Dienst­lei­stung ab so­fort im Rah­men un­se­res mo­nat­li­chen Mit­mach-Mitt­wochs an (je­den drit­ten Mitt­woch im Mo­nat ab 18:30 Uhr im Für­thWi­ki-La­den).

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Die Pen­na­len – 70 Jah­re Schü­ler­zei­tung in Fürth

In Würde gealtert: »Die Pennalen« (Foto: Hans Anderer)

In Wür­de ge­al­tert: »Die Pen­na­len«

Fe­ri­en­ar­beit: An­no 1955 er­hiel­ten die Schü­ler der Gym­na­si­en ei­nen durch­schnitt­li­chen Stun­den­lohn von 1,22 DM. Wäh­rend von den be­frag­ten Mäd­chen kei­nes über 1,00 DM in der Stun­de ver­dien­te (!), be­kam bei den Jun­gen z. B. ein 19-jäh­ri­ger Gym­na­si­ast für ei­ne Spe­zi­al­ar­beit (Mess­tech­nik) in ei­ner Ra­dio­fa­brik DM 1,90, und ein Kon­tra­bas­sist brach­te es in ei­nem Bar-Trio so­gar auf DM 5,00 Stun­den­lohn.

Aus­führ­lich wird 1955 in der Ok­to­ber­aus­ga­be von »Die Pen­na­len« (Jahr­gang 3 Nr. 1) über die Si­tua­ti­on für Schü­ler auf dem Fe­ri­en­ar­beits­markt be­rich­tet. Und be­reits in den 1950er Jah­ren wur­de die schlech­te­re Be­zah­lung von Mäd­chen the­ma­ti­siert!

»Die Pen­na­len« wur­den 1953 ge­grün­det, die er­ste Aus­ga­be er­schien 1954. Im Für­thWi­ki sind al­le uns bis­her zu­gäng­li­chen Aus­ga­ben der le­gen­dä­ren Für­ther Schü­ler­zei­tung in di­gi­ta­li­sier­ter (und durch­such­ba­rer!) Form zu fin­den. Zu un­se­rem Be­dau­ern feh­len uns noch die er­sten Aus­ga­ben aus dem Jahr 1954 und wir ha­ben gro­ße Lücken in der Zeit von 1980 bis 1989. Soll­te ei­ne Le­se­rin oder ein Le­ser die­ses Blogs noch Ex­em­pla­re aus die­ser Zeit her­um­lie­gen ha­ben, wür­den wir uns sehr dar­über freu­en, wenn uns die­se zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den wür­den (ger­ne auch leih­wei­se, An­ge­bo­te bit­te an kontakt@fuerthwiki.de).

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Neu­auf­stel­lung

Logo FürthWiki Im Rah­men der Jah­res­haupt­ver­samm­lung von Für­thWi­ki e. V. fan­den ge­stern (02.11.2022) die tur­nus­mä­ßig an­ste­hen­den Neu­wah­len zu Vor­stand und Ku­ra­to­ri­um statt. Mark Mu­zen­hardt (1. Vor­sit­zen­der), Kam­ran Sa­li­mi (2. Vor­sit­zen­der) und Ralph Sten­zel (Schatz­mei­ster) wur­den in ih­ren Äm­tern be­stä­tigt. Die auf ei­ge­nen Wunsch aus­schei­den­de Schrift­füh­re­rin Ma­nue­la Helf­rich wech­sel­te ins Ku­ra­to­ri­um über, ih­ren Platz im Vor­stand hat Re­bek­ka Sporn ein­ge­nom­men. Das Ku­ra­to­ri­um wur­de auf­grund des Er­rei­chens ei­ner drei­stel­li­gen Zahl von Ver­eins­mit­glie­dern sat­zungs­ge­mäß er­wei­tert: Zu den be­kann­ten Na­men (Fe­lix Geismann, Ma­nue­la Helf­rich und Jür­gen Ka­ne­mann) ge­sel­len sich Ha­rald Betz, Wer­ner Bruch­ner und An­ja Wie­gel neu hin­zu.

Für dies­mal hat­ten wir uns ei­gent­lich vor­ge­nom­men, die bei­den neu ge­wähl­ten Gre­mi­en auch im Bild zu prä­sen­tie­ren. Da ei­ni­ge der Ge­wähl­ten je­doch ab­we­send oder nur on­line zu­ge­schal­tet wa­ren, wa­ren kom­plet­te Grup­pen­fo­tos nicht zu er­stel­len und des­halb ha­ben wir es dann fai­rer­halb­er doch ganz ge­las­sen. Wer un­se­re Vor­stands- und Ku­ra­to­ri­ums­mit­glie­der ken­nen­ler­nen mag, mö­ge zu ei­ner un­se­rer zahl­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen kom­men: Ge­le­gen­hei­ten zum per­sön­li­chen Aus­tausch gibt es mehr als ge­nug!

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In der Kür­ze liegt die Wür­ze

Modernes Layout, reduzierter Text: die Vorderseite des neuen Falt-Flyers

Mo­der­nes Lay­out, re­du­zier­ter Text: die Vor­der­sei­te des neu­en Falt-Fly­ers

Vor gut vier Jah­ren stell­ten wir ein In­fo-Falt­blatt vor, das über un­ser Pro­jekt in­for­mier­te und auch ei­nen ab­trenn­ba­ren Auf­nah­me­an­trag für un­se­ren För­der­ver­ein ent­hielt. Lang­sam, aber un­auf­halt­sam ging nun die Auf­la­ge von im­mer­hin 5000 Ex­em­pla­ren zur Nei­ge: Die Spen­der­box an der Tür des Für­thWi­ki-La­dens muß re­gel­mä­ßig auf­ge­füllt wer­den und das zehr­te den Vor­rat auf...

Seit 2018 hat sich ei­ni­ges ge­tan: Da­mals hiel­ten wir un­se­re Mo­nats­tref­fen noch als Gä­ste des Alt­stadt­ver­eins in des­sen Frei­bank am Waag­platz ab, folg­lich konn­te der spä­te­re Für­thWi­ki-La­den im Druckerzeug­nis noch kei­ne Be­rück­sich­ti­gung fin­den. Da­für wa­ren – über die re­le­van­ten Fak­ten hin­aus – di­ver­se nach­ran­gi­ge In­for­ma­tio­nen ent­hal­ten, die aus heu­ti­ger Sicht ent­behr­lich er­schei­nen und die dem Ziel der Auf­merk­sam­keits­er­re­gung und fo­kus­sier­ten Mit­tei­lung des We­sent­li­chen eher ab­träg­lich sind: We­ni­ger wä­re hier mehr!

So viel wie nötig, so wenig wie möglich: die Rückseite des Flyers

So viel wie nö­tig, so we­nig wie mög­lich: die Rück­sei­te des Fly­ers

Da­mit war klar, daß ei­ne un­ver­än­der­te Neu­auf­la­ge des bis­he­ri­gen Wer­be-Fly­ers nicht in Fra­ge kam. Doch wenn man sich schon der Mü­he ei­ner Neu­ge­stal­tung un­ter­zieht, dann strebt man na­tür­lich ei­ne »ra­di­ka­le« Lö­sung an, die ein fri­sches und mo­der­nes Er­schei­nungs­bild mit re­le­van­ten, aber kom­pri­mier­ten In­hal­ten ver­bin­det. Der neue Falt-Fly­er sieht da­her ganz an­ders aus als der al­te. Sein Zweck bleibt frei­lich der glei­che: Neue Ak­ti­ve für das Für­thWi­ki zu ge­win­nen und neue Mit­glie­der für des­sen För­der­ver­ein!

P.S.: Die Druck­sa­chen sind in un­se­rem »Haupt­quar­tier« ein­ge­la­gert. Un­se­re Mit­glie­der und un­se­re Unterstützer*innen kön­nen, dür­fen und sol­len sich dort be­vor­ra­ten, um im ei­ge­nen Freun­des- und Be­kann­ten­kreis Wer­bung für un­ser Pro­jekt zu ma­chen: Wir su­chen lau­fend neue Au­torin­nen und Au­toren, um un­ser Stadt­le­xi­kon the­ma­tisch er­wei­tern und in­halt­lich ak­tu­ell hal­ten zu kön­nen.

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