Für­ther Kunst­stücke

Fürth im Heute und im Gestern: Gemälde von Birgit Maria Götz (Foto: Ralph Stenzel)

Fürth im Heu­te und im Ge­stern: Ge­mäl­de von Bir­git Ma­ria Götz

Wer in Fürth lebt und noch nie ein Bild von Bir­git Ma­ria Götz ge­se­hen hat, ist ent­we­der blind oder erst letz­ten Sams­tag zu­ge­zo­gen: Das Werk der stadt­be­kann­ten Plein-air-Ma­le­rin ist qua­si om­ni­prä­sent, ih­re im dop­pel­ten Wort­sin­ne sprit­zi­gen Bil­der hän­gen in Ga­le­rien, Knei­pen, Foy­ers und un­zäh­li­gen Pri­vat­räu­men. Und seit heu­te auch im Für­thWi­ki-La­den!

Schon seit län­ge­rem ha­ben wir über­legt, wie wir die schö­ne Zie­gel­wand in un­se­rem durch die stra­ßen­sei­ti­gen Schau­fen­ster gut ein­seh­ba­ren Vor­trags­raum am be­sten de­ko­rie­ren. Wir zeig­ten im Wech­sel al­te Ver­an­stal­tungs­po­ster, Fo­tos und al­ler­lei Ar­te­fak­te, aber trotz des stets ge­ge­be­nen Lo­kal­be­zu­ges fehl­te es im­mer ir­gend­wie an Pepp und Es­prit. Das ist jetzt Ver­gan­gen­heit, denn die Bil­der von Bir­git Ma­ria Götz sind weit mehr als nur mit leich­ter Hand ein­ge­fan­ge­ner Lo­kal­pa­trio­tis­mus, sie strah­len un­ge­stü­me Na­tür­lich­keit und son­nen­hel­len Op­ti­mis­mus aus.

Im Bild bewahrt, in der Realität verschwunden: Der alte Sprungturm im Scherbsgrabenbad (Foto: Ralph Stenzel)

Im Bild be­wahrt, in der Rea­li­tät ver­schwun­den: Der al­te Sprung­turm im Scherbs­gra­ben­bad

Da­bei man­gelt es der en­er­gie­ge­la­de­nen Künst­le­rin – die üb­ri­gens schon seit Jah­ren auch Mit­glied un­se­res För­der­ver­ei­nes ist – kei­nes­wegs an Tie­fe und Selbst­re­fle­xi­on, wie man im In­ter­view »Fif­ty Shades of Gree­en« nach­le­sen kann. Ih­re Ge­mäl­de ver­kau­fen sich zu­dem nicht nur des­halb so gut, weil sie im land­läu­fi­gen Sin­ne »schön« und ver­gleichs­wei­se gün­stig zu ha­ben sind: Die Welt, wie Bir­git Ma­ria Götz sie sieht und ab­bil­det, ist ei­ne, wie sie sich die mei­sten Men­schen wün­schen wür­den...

Op­ti­mis­mus und in­ne­res Feu­er sind auch die Trieb­fe­dern eh­ren­amt­li­cher Ar­beit am Ge­mein­schafts­werk, nicht zu­letzt des­we­gen paßt das Œu­vre von Bir­git Ma­ria Götz so gut in un­se­re Räu­me. Das FürthWiki-»Hauptquartier« in der Gu­stav­stra­ße ist da­mit um weit mehr als nur um zwei be­mal­te Lein­wän­de rei­cher ge­wor­den!

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Reich­wei­ten­er­hö­hung

Live aus der Gustavstraße: Das Bild der Webcam auf dem Präsentationsbildschirm (Foto: Ralph Stenzel)

Live aus der Gu­stav­stra­ße: Das Bild der Web­cam auf dem Prä­sen­ta­ti­ons­bild­schirm

Seit der Über­nah­me un­se­res Für­thWi­ki-La­dens im Au­gust 2020 muß­ten wir fast al­le tur­nus­mä­ßi­gen Mo­nats­tref­fen als Web­kon­fe­ren­zen durch­füh­ren: Erst wa­ren wäh­rend des Co­ro­na-Lock­downs jeg­li­che Prä­senz­tref­fen ver­bo­ten, spä­ter hät­ten wir auf­grund der re­gel­mä­ßig ho­hen Zahl von Teil­neh­men­den die Min­dest­ab­stän­de in un­se­rem »Haupt­quar­tier« nicht ein­hal­ten kön­nen...

Un­ser jüng­stes Mo­nats­tref­fen vom 4. Mai 2022 war nach vie­len Mo­na­ten das er­ste, wel­ches wie­der un­ter halb­wegs nor­ma­len Be­gleit­um­stän­den in der Gu­stav­stra­ße ab­ge­hal­ten wer­den konn­te. Zu­gleich war es auch das er­ste, wel­ches als »Hy­brid-Kon­fe­renz« statt­fand: Wäh­rend sich ein gu­tes Dut­zend Ak­ti­ver und In­ter­es­sier­ter im La­den ein­fand, schal­te­ten sich drei Teilnehmer*innen on­line zu und nah­men aus der Fer­ne am Mo­nats­tref­fen teil – dar­un­ter auch der Ver­fas­ser die­ser Zei­len, der aus be­ruf­li­chen Grün­den in Ber­lin weil­te und sei­ne Kon­fe­renz-Aus­stat­tung aus Lap­top und Head­set im Ho­tel­zim­mer auf­ge­baut hat­te. Im Für­thWi­ki-La­den saß der­weil die Schar der An­we­sen­den im Vor­trags­raum vor un­se­rem Groß­bild­schirm und wur­de von ei­ner ne­ben die­sem auf­ge­stell­ten Weit­win­kel-Web­cam er­faßt und in Sze­ne ge­setzt.

Nach zwei Jah­ren Pan­de­mie ist die Tech­nik kein gro­ßes The­ma mehr, man muß in der Re­gel nicht mehr wert­vol­le Sit­zungs­zeit ver­trö­deln, bis al­le et­was se­hen und hö­ren kön­nen und kei­ne Rück­kop­pe­lun­gen mehr die Oh­ren klin­geln las­sen. Auch die Teil­neh­men­den ha­ben meist schon – be­ruf­lich wie pri­vat – ei­ni­ge Ex­per­ti­se im Um­gang mit vir­tu­el­len Kon­fe­renz­räu­men und fin­den sich schnell zu­recht: Was vor we­ni­gen Jah­ren noch auf Ge­schäfts­nut­zung be­schränkt war, ist in Win­des­ei­le all­seits an­ge­wand­te All­tags­tech­nik ge­wor­den.

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Be­sten­aus­le­se

Muntere Maskenmänner: Drei der sechs Juroren des 36. Wikipedia-Schreibwettbewerbs (Foto: Ralph Stenzel)

Mun­te­re Mas­ken­män­ner: Drei der sechs Ju­ro­ren des 36. Wi­ki­pe­dia-Schreib­wett­be­werbs

Heu­te tag­te die Ju­ry des 36. Schreib­wett­be­werbs der deutsch­spra­chi­gen Wi­ki­pe­dia in un­se­rem Für­thWi­ki-La­den und wähl­te in den Sek­tio­nen Na­tur und Tech­nik, Kunst und Kul­tur so­wie Ge­schich­te und Ge­sell­schaft die ih­rer Mei­nung nach be­sten der für den Wett­be­werb no­mi­nier­ten Wi­ki­pe­dia-Ar­ti­kel aus. Drei der Ju­ro­ren rei­sten für ih­re Ar­beits­sit­zung ex­tra an, drei wei­te­re wur­den auf­grund ih­rer ent­fern­te­ren Wohn­or­te on­line da­zu­ge­schal­tet.

Laut Wi­ki­pe­dia-Pro­jekt­sei­te dient der Schreib­wett­be­werb »ein­zig und al­lein der Be­frie­di­gung des Spaß­fak­tors, der bei vie­len Strei­te­rei­en, Edit­wars und an­de­ren all­täg­li­chen Wid­rig­kei­ten in der Wi­ki­pe­dia lei­der ab und zu ver­lo­ren geht. So ne­ben­bei sol­len durch den Schreib­wett­be­werb na­tür­lich auch ei­ni­ge neue ‘ex­zel­len­te’ und ‘le­sens­wer­te Ar­ti­kel’ ent­ste­hen.« Ein schö­ner An­satz, den wir viel­leicht in ähn­li­cher Form auch ein­mal in un­se­rem ei­ge­nen Stadt­wi­ki aus­pro­bie­ren soll­ten?

Für uns Für­ther war es ei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, un­se­ren aus Wiki­me­dia-För­der­mit­teln (und da­mit letzt­lich Spen­den­gel­dern) fi­nan­zier­ten Com­mu­ni­ty Space für die­sen Zweck zur Ver­fü­gung zu stel­len. Ger­ne teil­ten wir auch un­se­re ver­eins­ei­ge­nen Res­sour­cen mit den Eh­ren­amt­li­chen aus dem Kreis der Wi­ki­pe­dia-Ak­ti­ven, um die­sen ei­nen eben­so pro­duk­ti­ven wie an­ge­neh­men Sit­zungs-Sams­tag in un­se­rem »Haupt­quar­tier« zu er­mög­li­chen.

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Ka­na­li­sier­te Bil­der­flut

Aus Blättern mach' Bytes: Filetierter Fotonachlass am Scanner-Arbeitsplatz (Foto: Ralph Stenzel)

Aus Blät­tern mach’ Bytes: Fi­le­tier­ter Fo­to­nach­lass am Scan­ner-Ar­beits­platz

Der im Som­mer letz­ten Jah­res »ge­erb­te« Fo­to-Nach­lass ei­nes Für­ther Hob­by-Fo­to­gra­fen (Dut­zen­de gro­ßer Al­ben mit Ab­zü­gen, da­zu bis­lang un­ge­zähl­te Kä­sten mit Di­as und Ne­ga­ti­ven) stell­te uns vor ei­ne gro­ße Her­aus­for­de­rung: Die schie­re Men­ge an in­ter­es­san­ten, orts­be­zo­ge­nen Auf­nah­men aus den 1960ern bis weit in die 2000er Jah­re hin­ein droh­te uns zu über­for­dern. Zu­mal das Ge­schenk ja kein Ein­zel­fall ge­blie­ben ist (wenn­gleich na­tür­lich von der Di­men­si­on her un­er­reicht): Im­mer wie­der wer­den uns hi­sto­ri­sche Fo­tos mit Für­ther Mo­ti­ven ver­macht, die ih­ren Weg in un­ser On­line-Le­xi­kon fin­den sol­len. »Ne­ben­bei« war das nicht mehr zu lei­sten...

Zwei un­se­rer Ak­ti­ven ha­ben nun die Ar­beits­grup­pe (AG) Di­gi­ta­li­sie­rung ins Le­ben ge­ru­fen und bil­den da­mit den Nu­kle­us un­se­res »Scan­ner-Teams«: Ab so­fort set­zen sich die bei­den je­den Don­ners­tag von 10:00 bis 12:00 Uhr in un­se­rem Für­thWi­ki-La­den zu­sam­men zum Ein­scan­nen, Hoch­la­den und Ver­schlag­wor­ten der bis­lang un­ge­ho­be­nen Bil­der­schät­ze! Eine(n) dritte(n) Mitmacher(in) gä­be die vor­han­de­ne Aus­stat­tung durch­aus her. Soll­ten sich dann so­gar noch mehr Interessent*innen für die­se Art der kon­tem­pla­ti­ven Ar­chi­vie­rungs­ar­beit fin­den, könn­ten und wür­den wir ggf. wei­te­re Hard­ware be­schaf­fen.

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Fürth und die Welt

Wir sind nicht allein: Das Phänomen RegioWiki lohnt eine nähere Betrachtung

Wir sind nicht al­lein: Das Phä­no­men Re­gio­Wi­ki lohnt ei­ne nä­he­re Be­trach­tung

Im Rah­men des 40. Di­gi­ta­len The­men­stamm­ti­sches der Wi­ki­pe­dia-Ak­ti­ven hielt un­ser Vor­stands­mit­glied Kam­ran Sa­li­mi am 27. Ja­nu­ar 2022 ei­nen On­line-Vor­trag zum The­ma »Re­gio­wi­kis am Bei­spiel Für­thWi­ki«. Die gut be­such­te Vi­deo-Kon­fe­renz wur­de zwar nicht auf­ge­zeich­net, aber die 61-sei­ti­ge Prä­sen­ta­ti­on kann hier an­ge­schaut und her­un­ter­ge­la­den wer­den.

Im An­schluß an den Vor­trag ent­spann sich ei­ne leb­haf­te Dis­kus­si­on über die an­ge­ris­se­nen The­men: Es zeig­te sich schnell, daß Stadt- und Re­gio­Wi­kis trotz weit­ge­hend iden­ti­schen tech­ni­schen Un­ter­baus doch an­ders »ticken« als das Welt­le­xi­kon Wi­ki­pe­dia. Aber wie das halt so ist un­ter Ge­schwi­stern: Man muß die en­ge Be­zie­hung pfle­gen und im De­tail im­mer wie­der neu aus­han­deln! Das ha­ben wir vom Für­thWi­ki uns auch ex­pli­zit auf un­se­re Agen­da ge­schrie­ben, nach­zu­le­sen bei­spiels­wei­se im För­der­an­trag 2022 für den Für­thWi­ki-La­den.

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Um-Bu­chung

Ex libris Günter Scheuerer: 85 Höhenzentimeter Erfassungsarbeit für lange Winterabende (Foto: Ralph Stenzel)

Ex li­bris Gün­ter Scheue­rer: 85 Hö­hen­zen­ti­me­ter Er­fas­sungs­ar­beit für lan­ge Win­ter­aben­de

Un­ser ehe­ma­li­ger 2. Ver­eins­vor­stand Gün­ter Scheue­rer hat uns die­ser Ta­ge an die 100 Bü­cher und al­ler­lei an­de­re Druckerzeug­nis­se aus sei­ner pri­va­ten Samm­lung ver­macht und da­mit un­se­re Hand­bi­blio­thek ganz ge­wal­tig auf­ge­stockt. Be­acht­lich ist das ge­ne­rö­se Ge­schenk frei­lich nicht nur in in­halt­li­cher Hin­sicht, son­dern auch vom Platz­be­darf her: Erst vor ei­nem Jahr ha­ben wir per Auf­ruf zur Bü­cher­spen­de mit dem Auf­bau un­se­rer Ver­eins­bi­blio­thek be­gon­nen, jetzt kom­men wir dank Gün­ters Groß­zü­gig­keit schon an den Rand der Ka­pa­zi­tät un­se­res gro­ßen Bü­cher­schran­kes!

Aber das kann uns nicht schrecken: Die Für­ther Fir­ma, die uns den ge­brauch­ten, aber fak­tisch neu­wer­ti­gen Bü­ro­schrank ge­spen­det hat, hät­te uns da­mals schon ger­ne ein zwei­tes Ex­em­plar glei­chen Typs mit­ge­ge­ben. Auf die­ses eben­falls sehr freund­li­che An­ge­bot wer­den wir dem­nächst wohl zu­rück­kom­men und ein wei­te­res aus­la­den­des Mö­bel in un­ser Haupt­quar­tier wuch­ten müs­sen...

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Drei­stel­lig!

100 Mitglieder sind erreicht! Mit dem heu­ti­gen Tag hat die Mit­glie­der­zahl un­se­res För­der­ver­ei­nes an For­mat ge­won­nen: 68 Män­ner, 30 Frau­en und 2 Or­ga­ni­sa­tio­nen en­ga­gie­ren sich bei uns oder de­mon­strie­ren zu­min­dest mit der Ver­eins­zu­ge­hö­rig­keit ih­re So­li­da­ri­tät mit uns und un­se­ren auf­klä­re­ri­schen Zie­len!

Auch wenn der Sprung von 99 zu 100 Mit­glie­dern ob­jek­tiv ge­se­hen nur ein klei­ner ist: Ein Ver­ein mit drei­stel­li­ger Un­ter­stüt­zer­zahl wird als Ak­teur in der Stadt­ge­sell­schaft ganz an­ders wahr­ge­nom­men als ei­ner, der nur zwei Hand­voll Sym­pa­thi­san­ten hin­ter sich weiß. Sei es auf der Su­che nach Spon­so­ren, sei es bei dem Be­mü­hen um Ko­ope­ra­tio­nen mit an­de­ren In­sti­tu­tio­nen: Die Schwel­le zur Drei­stel­lig­keit mar­kiert auch ei­ne psy­cho­lo­gi­sche Gren­ze der sub­jek­tiv emp­fun­de­nen Re­le­vanz. Wir freu­en uns da­her sehr über die­se »Grenz­über­schrei­tung«.

Im­mer­hin 19 un­se­rer Mit­glie­der ha­ben seit der In­be­trieb­nah­me des Für­thWi­ki-La­dens vor 15 Mo­na­ten zu uns ge­fun­den, und wer de­ren Na­men kennt, sieht auch den di­rek­ten Zu­sam­men­hang mit un­se­rer »Nie­der­las­sung im ana­lo­gen Le­ben«. Wir kön­nen da­her auf wei­te­res ra­san­tes Wachs­tum hof­fen und auch dar­auf, daß sich ei­ni­ge der neu­en Mit­glie­der als flei­ßi­ge Ar­ti­kel-Au­torin­nen bzw. ‑Au­toren her­vor­tun wer­den...

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Der schön­ste Platz ist im­mer an der The­ke

Kompakt, aber komplett: Die neue Küche im FürthWiki-Laden (Foto: Ralph Stenzel)

Kom­pakt, aber kom­plett: Die neue Kü­che im Für­thWi­ki-La­den

Un­ser Haupt­quar­tier und gern ge­nutz­ter Ar­beits­ort, der »Für­thWi­ki-La­den«, ist in die­ser Wo­che um ei­ne ech­te At­trak­ti­on rei­cher ge­wor­den: Mit der neu­en Kü­chen­zei­le hat das bis­lang aus Klapp­ti­schen auf­ge­bau­te Pro­vi­so­ri­um ein En­de ge­fun­den!

Lan­ge hat­ten wir ge­sucht und ver­gli­chen, um ei­ne preis­wer­te, aber den­noch so­li­de und op­tisch at­trak­ti­ve Kom­plett-Kü­che zu fin­den: Ei­ner­seits woll­ten wir un­ser ja aus Spen­den fi­nan­zier­tes För­der-Bud­get nicht für ei­ne Lu­xus-Lö­sung ver­pras­sen, an­de­rer­seits woll­ten wir im Sin­ne ei­nes nach­hal­ti­gen Wirt­schaf­tens nicht an der fal­schen Stel­le gei­zen. Das ist uns schluß­end­lich auch ge­lun­gen: Mit un­se­rer (Ausstellungs-)Küche aus der Für­ther »Sconto«-Filiale blie­ben wir – mit­samt den ein­ge­bau­ten Elek­tro-Ge­rä­ten – noch deut­lich im 3‑stelligen EUR-Be­reich!

Als sehr sinn­voll hat sich auch die Bu­chung des »Rund­um-Sorg­los-Pa­ke­tes« er­wie­sen: Der Ser­vice-Trupp des Mö­bel­hau­ses hat die Kü­che in­ner­halb we­ni­ger Stun­den an­ge­lie­fert, auf­ge­baut, ein­ge­paßt, an­ge­schlos­sen und dann al­le Ver­packun­gen, Re­ste und Sä­ge­spä­ne zur Ent­sor­gung mit­ge­nom­men. Ruck, zuck, fer­tig! Dies al­les in Ei­gen­lei­stung zu er­le­di­gen, hät­te zwei­fels­oh­ne als Team­buil­ding-Maß­nah­me durch­ge­hen kön­nen und ei­ne mo­ti­vie­ren­de Wir­kung auf un­se­re teil­neh­men­den Eh­ren­amt­li­chen ge­habt, sich aber frag­los er­heb­lich län­ger hin­ge­zo­gen und ei­ni­gen Pla­nungs- und Or­ga­ni­sa­ti­ons­auf­wand mit sich ge­bracht...

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Wer kennt sich aus mit dem Für­thWi­ki?

Te­sten Sie Ihr Hin­ter­grund­wis­sen über das Für­thWi­ki!

 

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Zu Gast im Für­thWi­ki-La­den: Aste­ria – die größ­te Opern­sän­ge­rin der Welt

Ein Gast­bei­trag des Kul­tur­amts der Stadt Fürth

Platter Abklatsch: Das Bild auf dem Flachbildschirm vermittelte eine Vorahnung des 3D-Erlebnisses (Foto: Ralph Stenzel)

Plat­ter Ab­klatsch: Das Bild auf dem Flach­bild­schirm ver­mit­tel­te ei­ne Vor­ah­nung des 3D-Er­leb­nis­ses

Der vor we­ni­gen Wo­chen frisch ein­ge­weih­te Für­thWi­ki-La­den för­dert nicht nur ei­nen ein­fa­chen Zu­gang zu frei­em Wis­sen, son­dern ver­wan­del­te sich für ein ver­län­ger­tes Wo­chen­en­de im Sep­tem­ber in ei­nen Ort, der Kunst und Thea­ter an ein in­ter­es­sier­tes Pu­bli­kum ver­mit­tel­te – ganz im Sin­ne der Ver­eins­zwecke des Für­thWi­ki e. V. In die­sen ist nicht nur die För­de­rung frei­en Wis­sens, son­dern auch die För­de­rung der Volks­bil­dung so­wie der Kunst und Kul­tur fest­ge­schrie­ben.

Vom 23. bis zum 26. Sep­tem­ber 2021 war die Gu­stav­stra­ße 12 im Rah­men des 22. in­ter­na­tio­na­len figuren.theater.festival ei­ne von sie­ben in der Für­ther In­nen­stadt ver­teil­ten Spiel­stät­ten. Ur­sprüng­lich für Mai 2021 ge­plant, wur­de das bi­en­nal in Er­lan­gen, Nürn­berg, Fürth und Schwa­bach statt­fin­den­de Fe­sti­val pan­de­mie­be­dingt über den Som­mer bis in den Herbst hin­ein in Fürth, Er­lan­gen und Nürn­berg nach­ge­holt.

Stellwände statt Stühle: temporäre Ausstellung zur »Fernwehoper« im FürthWiki-Laden (Foto: Julia Fritsche)

Stell­wän­de statt Stüh­le: tem­po­rä­re Aus­stel­lung zur »Fern­weh­oper« im Für­thWi­ki-La­den

Pro­gramm­punk­te, die di­gi­tal und des­halb un­ab­hän­gig von der Si­tua­ti­on im Früh­jahr statt­fin­den konn­ten, wur­den be­reits vom 7. bis 16. Mai über die Fe­sti­val-Web­site prä­sen­tiert. Das Sep­tem­ber-Wo­chen­en­de stell­te den Für­ther Ab­schluss des dies­jäh­ri­gen Fe­sti­vals dar. Ver­an­stal­ter war das Kul­tur­amt der Stadt Fürth.

Im Für­thWi­ki-La­den hat­ten die Fe­sti­val-Gä­ste die Mög­lich­keit, aus­ge­stat­tet mit VR-Bril­le und Kopf­hö­rern, der »Fern­weh­oper« des nie­der­län­di­schen Künst­lers Da­ni­el Ernst zu lau­schen. Die Oper er­zählt von der hoff­nungs­lo­sen Lie­be zwi­schen der 15 Me­ter gro­ßen Di­va Aste­ria und dem Pu­bli­kum. In drei Ak­ten tauch­ten die Be­su­che­rin­nen und Be­su­cher in die hand­ge­mal­te, in­ter­ak­ti­ve Welt vol­ler selt­sa­mer und be­zau­bern­der Fi­gu­ren ein. Da­bei wer­den Ent­fer­nun­gen zwi­schen Künst­le­rin und Pu­bli­kum, Uni­ver­sum und Mensch, Rea­lem und Vir­tu­el­lem, Er­in­ne­rung und Au­gen­blick über­wun­den.

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Vir­tu­el­le Re­kon­struk­ti­on: Der »Gäns­berg« in 3D

Der Gänsberg aus der Vogelperspektive zu Beginn der 1970er Jahre (Foto: FürthWiki)

Der Gäns­berg aus der Vo­gel­per­spek­ti­ve zu Be­ginn der 1970er Jah­re

Ob­wohl der Für­ther Alt­stadt­teil »Gäns­berg« schon in den 1970er Jah­ren ei­ner bis heu­te um­strit­te­nen »Flä­chen­sa­nie­rung« zum Op­fer ge­fal­len ist, ist die Er­in­ne­rung dar­an im kol­lek­ti­ven Ge­dächt­nis der Stadt­ge­sell­schaft bis heu­te prä­sent. Zahl­rei­che Pu­bli­ka­tio­nen be­fas­sen sich mit die­sem un­ter­ge­gan­ge­nen Stück der Für­ther Alt­stadt, die da­ma­li­ge Neu­be­bau­ung hat nie die of­fi­zi­ell pro­pa­gier­te An­er­ken­nung ge­fun­den. Die »ech­ten Färd­der«, die aus ei­ge­ner Er­in­ne­rung schöp­fen und von ih­rem al­ten »Goons­berch« er­zäh­len kön­nen, wer­den aber im­mer we­ni­ger...

Ge­sche­he­nes ist nicht rück­gän­gig zu ma­chen, der tech­ni­sche Fort­schritt er­öff­net in­des neue Mög­lich­kei­ten zur Ver­ge­gen­wär­ti­gung des­sen, was frü­her war: Mit 3D-Soft­ware kann der gut do­ku­men­tier­te Bau­zu­stand des Stadt­vier­tels vor dem da­ma­li­gen Ab­riß zu­min­dest vir­tu­ell re­kon­stru­iert und so­mit für je­der­mann auf Bild­schir­men und mit­tels 3D-Bril­len er­leb­bar ge­macht wer­den!

Für­thWi­ki e. V. hat die Ar­beits­grup­pe (AG) Gäns­berg ins Le­ben ge­ru­fen, die sich die­sem am­bi­tio­nier­ten Pro­jekt ver­schrie­ben hat. Auf der Ba­sis der ko­sten­lo­sen Open-Source-Soft­ware »Blen­der« soll ein Team aus EDV-af­fi­nen Fürth-Fans den Gäns­berg in de­zen­tra­li­sier­ter Pro­jekt­ar­beit vir­tu­ell wie­der­auf­er­ste­hen las­sen.

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Lan­ger An­lauf, wei­ter Sprung!

Endlich angekommen: Kamran Salimi begrüßt die Gäste vor dem FürthWiki-Laden (Foto: Ralph A. Schmid)

End­lich an­ge­kom­men: Kam­ran Sa­li­mi be­grüßt die Gä­ste vor dem Für­thWi­ki-La­den

Schon vor gut 13 Mo­na­ten ha­ben wir un­ser mon­dä­nes »Haupt­quar­tier« in der Gu­stav­stra­ße 12 be­zo­gen, aber auf­grund der pan­de­mie­be­ding­ten Kon­takt­be­schrän­kun­gen konn­ten wir den Für­thWi­ki-La­den erst jetzt stan­des­ge­mäß er­öff­nen: Am Frei­tag, dem 17.09.2021 fan­den sich et­wa 60 ge­la­de­ne Gä­ste aus Po­li­tik, Kul­tur und der Wi­ki­pe­dia-Sze­ne ein, um sich un­se­ren »Com­mu­ni­ty Space« an­zu­se­hen und mit uns zu fei­ern.

Un­ser Vor­stands­mit­glied Kam­ran Sa­li­mi be­grüß­te die Gä­ste und stell­te un­ser Pro­jekt vor. Im An­schluß sprach Ve­ra Krick von Wiki­me­dia Deutsch­land (WMDE) in Ber­lin, je­nem ge­mein­nüt­zi­gen Ver­ein, dem wir den Für­thWi­ki-La­den zu ver­dan­ken ha­ben, denn WMDE be­zahlt uns be­kann­ter­ma­ßen aus Spen­den­gel­dern die Mie­te und die Be­triebs­ko­sten. Zu gu­ter Letzt rich­te­te auch noch Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Tho­mas Jung ein paar Wor­te an die gut ge­laun­te Ge­sell­schaft.

Grünfutter ist gesund! (Foto: Ralph Stenzel)

Grün­fut­ter ist ge­sund!

Und zu gu­ter Lau­ne be­stand al­ler Grund: Das Wet­ter war schön, das Es­sen lecker, die La­ge un­se­rer »Denk­fa­brik« könn­te in Fürth kaum bes­ser sein und in dem gu­ten Jahr seit Be­triebs­auf­nah­me hat sich die »greif­ba­re« Nie­der­las­sung un­se­res vir­tu­el­len Stadt­le­xi­kons zu ei­ner ech­ten Er­folgs­ge­schich­te ent­wickelt!

Wir wer­den ver­mehrt wahr­ge­nom­men, un­se­re wö­chent­li­chen Sprech­stun­den sind mitt­ler­wei­le re­ge be­sucht, wir ge­win­nen Mit­glie­der für un­se­ren För­der­ver­ein, be­kom­men im­mer wie­der Bü­cher ge­spen­det, vor al­lem aber zei­gen sich Bür­ge­rin­nen und Bür­ger an ei­ner Mit­ar­beit als ak­ti­ve Au­torin­nen und Au­toren in­ter­es­siert. Und das ist ja ei­nes un­se­rer wich­tig­sten stra­te­gi­schen Zie­le!

Wei­ter­le­sen

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