Die Nürn­berg-Für­ther Stra­ßen­bahn ...

... ver­kehr­te am 20. Ju­ni 1981 letzt­mals auf Für­ther Stadt­ge­biet. Vie­le äl­te­re Bür­ge­rin­nen und Bür­gern be­kom­men frei­lich heu­te noch glän­zen­de Au­gen, wenn sich sich an die Zei­ten zu­rück­er­in­nern, als ih­re »Straß­aboh« noch durch die Ci­ty zuckel­te und ruckel­te, rum­pel­te und quietsch­te. Und zwi­schen­drin auf ge­ra­der Strecke or­dent­lich Tem­po mach­te! Heut­zu­ta­ge ist da­von fak­tisch nichts mehr zu se­hen:

Straßenbahn (einst)Straßenbahn (jetzt)

Haltestelle Flößaustraße (Wendeschleife)

Und weil das so ist, war es uns schon seit Län­ge­rem ein An­lie­gen, die Stra­ßen­bahn bzw. ih­re frü­he­re Strecken­füh­rung wie­der für al­le In­ter­es­sier­ten sicht­bar zu ma­chen!

Un­ser Code-Ma­gi­er Hei­ko, der sich dank ein­schlä­gi­gen tech­ni­schen Vor­wis­sens des The­men­fel­des Kar­ten und Plä­ne an­ge­nom­men hat (ver­mut­lich oh­ne vor­her zu ah­nen, auf was er sich da­mit ein­las­sen und wel­che Wün­sche er her­auf­be­schwö­ren wür­de) hat jetzt im schon recht um­fang­rei­chen Für­thWi­ki-Ar­ti­kel zur Stra­ßen­bahn die Strecken­ver­läu­fe mit Stand 1902, 1910, 1931 und 1969 im (heu­ti­gen) Stadt­plan vi­sua­li­siert.

Die Kar­ten kön­nen al­le­samt auf Bild­schirm­grö­ße ge­streckt wer­den und man kann na­tür­lich auch hin­ein­zoo­men. So kann man die ei­ge­ne Er­in­ne­rung auf­fri­schen oder auch erst­mals nach­voll­zie­hen, wo­von die fer­ro­phi­len Fans des schie­nen­ge­bun­de­nen Nah­ver­kehrs im­mer schwär­men. Und falls sich je­mand wun­dern soll­te, war­um die blaue Strecken­füh­rung an der öst­li­chen Stadt­gren­ze plötz­lich auf­hört: Da en­det eben auch die Zu­stän­dig­keit un­se­res Für­thWi­kis!

Die Nürn­ber­ger mö­gen zwar noch ih­re Stra­ßen­bahn ha­ben, doch ein pro­spe­rie­ren­des ei­ge­nes Stadt­Wi­ki wie das un­se­re ha­ben sie »drü­ben« noch nicht aufs Gleis ge­setzt... Aber falls sie es (wie­der) mal pro­bie­ren soll­ten, wür­den wir ih­nen un­se­re gut­nach­bar­schaft­li­che Un­ter­stüt­zung selbst­ver­ständ­lich nicht ver­sa­gen...

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Eine Antwort zu Die Nürn­berg-Für­ther Stra­ßen­bahn ...

  1. Hermann Sigle, Zur Wasserleitung 10, 97422 Schweinfurt sagt:

    Ich ha­be von 1946 bis 1958 in Fürth ge­lebt, Kö­nigs­war­terstra­sse 28 und 50. Es gab auch ei­ne Für­ther Stra­ssen­bahn­li­nie von der Flö­ß­au­stra­sse über die Frei­heit zur Bil­ling­an­la­ge. Man konn­te auch noch die Glei­se der Schnell­bahn nach Nürn­berg ne­ben den nor­ma­len Glei­sen se­hen.

    Ich ha­be hier den Jah­res­be­richt 1953 und 1954/55 der Ober­re­al­schu­le Fürth. Wenn Sie in­ter­es­siert sind, las­se ich ger­ne die bei­den Bü­cher Ih­nen zu­kom­men.

    Mei­ne Tan­te be­such­te im April 1945 die Ver­eins­bank und sag­te Grüss Gott! Der Lei­ter ant­wor­te­te Heil Hit­ler heißt das! Dann ka­men die Ame­ri­ka­ner, der Lei­ter sag­te beim näch­sten Be­such Grüß Gott, mei­ne Tan­te: Heil Hit­ler heißt das.

    Ich bin jetzt 82 Jah­re alt, war an der Mai­schu­le und ha­be Karl Mai in sei­nem Ge­schäft an der Nürn­ber­ger Stra­sse per­sön­lich ge­kannt. 1992 ha­be ich Hen­ry Kis­sin­ger ge­trof­fen, der mich so­fort nach der SpVgg frag­te.

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