Wir hatten am zurückliegenden Wochenende mit einer SYN-Flood-Attacke zu kämpfen: Bei dieser Variante von Denial-of-Service-Angriffen werden Datenpakete gesendet, die halboffene Verbindungen erzeugen, um diese dann »vergammeln« zu lassen, bis sie durch Timeout (Zeitüberschreitung) verfallen. Es werden aber in kürzester Zeit so viele dieser Verbindungen angefordert und geöffnet, dass der Webserver an sein Limit kommt und keine weiteren Datenpakete mehr annimmt: Ende Gelände und Schluss mit lustig!
Leidtragende waren unsere Nutzerinnen und Nutzer, die über etliche Stunden hinweg keine Informationen aus dem FürthWiki abrufen konnten. Auch unsere ehrenamtlichen Autorinnen und Autoren, die das Wochenende zur konzentrierten Artikelarbeit nutzen wollten, schauten in die Röhre (bzw. starrten vergeblich auf ihren Flachbildschirm)...
Diese Art von diabolischen Angriffen ist tückischerweise recht schwer zu erkennen, weil die Serverlast dabei nicht aus dem Ruder läuft und auf den ersten Blick alles zunächst als »normal« erscheint. Nur weil unser vorausschauender Admin Mark Muzenhardt schon vor ein paar Wochen das Echtzeit-Monitoring-Tool Netdata installiert hatte, konnte er nach Alarmierung das Problem in überschaubarer Zeit analysieren und beheben.
Die interne Meldekette über Messenger-Gruppen funktionierte hinter den Kulissen einwandfrei und mustergültig. Der Vorfall zeigt aber einmal mehr, dass man zum Betrieb eines erfolgreichen StadtWikis nicht nur engagierte Autorinnen und Autoren braucht, sondern auch fähige Leute im Maschinenraum, die mit jeglicher Art von technischen Problemen kompetent umzugehen wissen...

Herzlichen Dank an den Maschinenraum :-)
Herzlichen Dank an den Mark und alle weiteren Beteiligten.
Das ist einfach nur total krass :-((
»Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch« laut Friedrich Hölderlin (Gedicht »Patmos«)
In diesem Sinne ein großes Dankeschön an den »Maschinenraum« für die heroische Abwehr dieses hinterhältigen Angriffs auf unser FürthWiki :-))
Die Frage bleibt im Raum, wer macht soetwas und warum eigentlich??
Grüße rundherum
Gerald Klaus RUDOLPH
alias
Gustav moenus
... Danke für die professionelle Lösung ... macht uns dieser Angriff wichtiger – bedeutsamer in den Augen der Störenden?
Das ist schwer zu sagen, angegriffen wird heutzutage ja alles und jedes, was sich in die virtuelle Öffentlichkeit wagt.
Sämtliche meiner eigenen Baustellen sind under attack, von den privaten Blogs angefangen bis hin zu den von mir betreuten Vereins-Websites. Hunderte bis Tausende von (vergeblichen) Login-Versuchen sind dort täglich zu verzeichnen...
Die Identität der Schurken? Unbekannt. Ihre Motive? Unklar. Die Absichten? Diffus. Ist aber auch letztlich egal: Wichtig ist es, die eigenen Projekte zu härten, den Angreifern die Stirn zu bieten und ihnen immer ein Stück voraus zu sein in diesem idiotischen Kampf!
Ich verstehe das immer noch nicht so ganz was es für einen Sinn macht ein nicht kommerzielles und politisch neutrales Wiki anzugreifen, das zudem regional beschränkt ist. Das ist doch kein Nummernkonto in der Schweiz, wo größere Vermögenswerte abgegriffen und umgeleitet werden können.
Bei »Tausenden vergeblichen Login-Versuchen« – die da zu beobachten sind – ist das auch deutlich mehr als ein dummer Streich von einer Einzelperson! Das müssen schon professionelle Webcrawler irgendwelcher mafiöser Strukturen sein, die soetwas leisten können!
Irgendwie erinnert mich das an die Callcenter-Mafia, siehe
https://www.youtube.com/watch?v=8021EV3TO9M
sowie
https://www.polizei-dein-partner.de/themen/diebstahl-betrug/detailansicht-diebstahl-betrug/artikel/betruegerische-callcenter-mafia.html
Da werden irgendwelche Schwachstellen ausgelotet um in Systeme eindringen zu können und um dann ein Guthaben abzugreifen :-((
Haltet durch! Alles Gute!
Grüße
Gustav moenus